Dr. Gerd-Dieter Schmid

Die Consultative

Ein Verfahren zur Konsensfindung bei komplexen Sachverhalten und gemischten Interessenlagen

 

Die Erfordernisse einer ökonomischen Wandlung sind bereits thematisch äußerst komplex, die politischen und wirtschaftlichen Interessen sehr verschieden, nicht selten entgegengesetzt. Schon das Definieren eines neuen Grundkonsenses dürfte deswegen ein schwieriges Unterfangen sein. Bei einer solchen Ausgangslage hat sich das Verfahren der Consultative als hilfreich und lösungsfördernd erwiesen. Es bringt zunächst chaotisch verlaufende Kommunkationsprozesse in geregelte, demokratisch abgesegnete Bahnen und erreicht für alle Beteiligten eine abgeklärte, nachvollziehbare Entscheidungsfähigkeit.

Was ist die CONSULTATIVE?

Es handelt sich um ein Verfahren nach festen, allen Teilnehmern vorher bekanntgemachten Regeln. Dabei werden unterschiedliche Standpunkte und Meinungen unter Leitung eines Moderators argumentativ vorgetragen und abgeglichen (ergänzende Info: ww.consultative.de, im Abschnitt "Materialien/ Kapitel 6").

Was bewirkt die CONSULTATIVE?:

Zunächst ist ein Consultativ-Verfahren eine Methode, um bei allen Akteuren (Betroffenen und Beteiligten) einen gleichartigen Informationsstand zu erzeugen,
· um was es bei dem entsprechenden Komplex überhaupt geht;
· welche Fakten und Tatsachen dazu wirklich bekannt sind bzw. wo es sich um Behauptungen handelt;
· wo die Unterschiede in den bestehenden Ansichten und Lösungskonzepten liegen;
· ob es eine übergreifende Zielsetzung gibt, der mehrere oder alle Beteiligten zustimmen könnten.

Insofern ist also eine CONSULTATIVE als wirksames Werkzeug zu sehen, um ein bestehendes oder auch nur unterstelltes Problem zu strukturieren.

Bei einem vernünftigen, lösungsorientierten Ablauf des Verfahrens gehen die erreichbaren Ergebnisse allerdings deutlich darüber hinaus. So lassen sich je nach der Bereitschaft der Akteure, wirkliche Lösungen anzustreben ("das Richtige herausfinden anstatt gegen Andere Recht zu behalten") Resultate erzielen, die einem gelungenen Mediation sverfahren entsprechen, also:
· einen für die Mehrheit oder sogar alle Akteure annehmbaren fairen Deal auszuhandeln;
· einen für die Mehrheit oder alle Akteure konsensfähigen Kompromiss zu finden;
· oder im optimalen Fall (der bei einem effizient geleiteten Verfahren häufig eintritt) eine neue Win/Win - Lösung herauszuarbeiten.

Im ungünstigsten Fall besteht nach einem solchen Verfahren ein übereinstimmendes Wissen über die wahren Hemmnisse bei dem behandelten Problem. Dieses ist damit nicht nur bezüglich der Diagnose strukturiert - siehe oben -, sondern auch hinsichtlich der Therapie ("we agree, where we disagree").

Mit welchen Mitteln bewirkt die CONSULTATIVE das?

Verfahrenstechnisch durch die starke Stellung des Moderators bzw. Moderatoren-Teams, die in etwa der eines Chairman oder Projektleiters entspricht.

Daneben durch die erwähnten Regeln, die im "Handbuch der CONSULTATIVE" beschrieben werden.

Als besonders wichtig hat sich die Abhaltung eines Vorverfahrens (Machbarkeitsstudie oder Feasibility) erweisen, aus dem sich die entscheidenden Erkenntnisse über die Struktur des Problems ergeben.

Psychologisch durch das Aufbrechen der jeweils "selektiven Wahrnehmung" bei den Akteuren dadurch, daß sie ihre Standpunkte nicht nur den anderen Beteiligten darstellen, sondern vor allem dem Moderator einsichtig machen müssen. Dieser erspart durch sein ständiges Hinterfragen den übrigen Teilnehmern jede "Blamage".

Weitere Vorteile ergeben sich durch den absolut gleichen Informationsstand der Akteure, sowohl bezüglich der Regeln des Verfahrens als auch - nach dem Vorverfahren - bezüglich des Inhalts des Projektes ("Struktur").

Schließlich hat die Einbeziehung nicht nur der Beteiligten ("Täter"), sondern auch der Betroffenen ("Opfer") die Folge, daß von Partizipation nicht nur geredet, sondern diese praktiziert wird.


Weitere Informationen zur CONSULTATIVE

Im Internet: www.consultative.de

Zu detaillierten Auskünften und für persönliche Beratungen steht Ihnen die Umwelt-Akademie e.V., bei der das Verfahren im wesentlichen entwickelt wurde, zur Verfügung:

DIE UMWELT-AKADEMIE e.V.

Düsseldorfer Straße 22

D 80804 München
Fon +49(0)89-360 386 85
Fax +49(0)89-307 616 63
Mail: info@die-umwelt-akademie.de

 

 

Impressum: Dr. Dieter Schmid, Fischbachau, Mail

www.weltdialog.de