Ökologische, globalsolidarische und soziale Zügel für den Kapitalismus
Noch bis zur industriellen Revolution im neunzehnten Jahrhundert war das Angebot von Ressourcen im Wesentlichen durch den erneuerbaren Ertrag der Boden- und Wasserflächen begrenzt. Dies änderte sich mit der durch den Einsatz neuer Techniken, wie der Dampfmaschine, ausgelösten industriellen Revolution, seit der nicht erneuerbare Ressourcen intensiv ausgebeutet werden: Ressourcen wurden nun im Überfluss verfügbar und waren billig.
Diese Ära ist ihrem Ende nahe. Denn die nicht erneuerbaren Ressourcen werden immer knapper - und sich damit extrem verteuern. Wenn wir die Weltwirtschaftspolitik nicht grundlegend ändern, werden die Folgen katastrophal sein: Die Schere zwischen Arm und Reich würde ins Unerträgliche gespreizt. Und die Existenzgrundlage der nächsten Generationen für Jahrhunderte verschlechtert.
Der Handel mit Emissionszertifikaten kann uns vor einer solchen schrecklichen Entwicklung nicht schützen. Denn er zielt nicht auf den Ressourcenverbrauch, sondern nur auf eine Mäßigung der durch ihn verursachten weltweiten Umweltbelastung. Der Emissionshandel kann daher nur als erster zaghafter Schritt in Richtung einer nachhaltigen Weltwirtschaft betrachtet werden. Effektive Nachhaltigkeit kann dagegen nur mit einer Ressourcenwährung erreicht werden.
Die Ressourcenwährung würde nicht nur den Verbrauch unwiederbringlichen Naturkapitals senken, sondern darüber hinaus eine gerechte Verteilung der Ressourcennutzung ermöglichen: Denn sie ist nicht nur ein wirksames Instrument zur Mäßigung des Verbrauchs irreversibler Naturkapitalien, sondern fördert zugleich eine weltweite Umrüstung auf regenerative Ressourcen. Und zwar über einen freien Austausch aller Markt-Teilnnehmer.
Der immer schärfer werdende und kriegsgefährliche weltweite Verteilungskampf um immer knapper werdende natürliche Ressourcen sowie der einseitige Nettoressourcenstrom von den armen in die reichen Länder könnte so ein Ende finden. Mehr
Impressum: Prof. Dr. Hans P. Aubauer, Fakultät für Physik der Universität Wien, Mail